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Recht + Gesetz Physikalischer IT- und Datenschutz

Physikalischer IT-Schutz

Versicherungswirtschaft
VdS, Verband der Versicherungswirtschaft: Brandschutzrichtlinie 2000-8

Ziel ist die Bemessung des Schadenrisikos und der Versicherungsprämie. Gemäß der Brandschutzrichtlinie sind Unternehmensbereiche mit besonderer Brandgefahr oder Abteilungen, die von zentraler Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Produktion sind, in feuerbeständig abgetrennten Räumen unterzubringen.

Kreditwirtschaft – Basel I, II und III

Ziel ist die Bemessung der Kreditwürdigkeit von Organisationen. Ein wichtiges Kriterium für die Beurteilung sind die getroffenen Maßnahmen zur Sicherung der Betriebsorganisation und dem damit verbundenen Schutz der IT-Systeme. Je schlechter die Vorsorge zur Systemabsicherung ist, desto niedriger wird die Kreditwürdigkeit eingestuft.

Industrie – ISO 9001 und Vertragsrecht

Viele Industrieunternehmen definieren in QM-Systemen Mindestanforderungen für den Material- und Dienstleistungseinkauf. Neben der Materialqualität betrifft dies standardmäßig auch die Liefertreue und das Ausfallrisiko von Leistungen. Lieferanten, die Daten-, System- und Lieferausfälle durch hochverfügbare IT-Systeme minimieren, erhalten durch bessere Bewertungen den Vorzug gegenüber Wettbewerbern.

BSI – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Seit 1991 ist es das Ziel des BSI, das Thema Sicherheit in der Informationstechnik voran zu bringen. Als IT-Sicherheitsdienstleister des Bundes (Bundesrepublik Deutschland) veröffentlicht es neben der Zeitschrift regelmäßig Studien, Richtlinien, Infoblätter und Broschüren zum Thema IT-Sicherheit. Die IT-Grundschutz-Kataloge sind zum umfassenden Standardwerk der IT-Sicherheit geworden. Es dient Unternehmen und Behörden als wichtiges Fundament eigener Maßnahmenkataloge.

BSI IT-Grundschutzkatalog:

»M 1.6 Einhaltung von Brandschutzvorschriften Die bestehenden Brandschutzvorschriften wie die DIN 4102 „Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen“ und Verordnungen der MBO, LBO, MLAR sowie die Auflagen der Bauaufsichtsbehörden sind unbedingt einzuhalten. Für Räume, in denen wichtige IT-Geräte und Datenträger (Server, Datensicherung etc.) untergebracht sind, sollten zudem die Regelungen der Norm EN 1047 Teil 2 beachtet werden.«

European Security Systems Association (ESSA)

»Die Forschungs- und Prüfgemeinschaft (FuP) wurde 1967 als Vorgängerin der ESSA mit dem Ziel gegründet, Normen und Prüfvorschriften als Basis für die Klassifizierung und Gütesicherung von Produkten des Geldschrank- und Tresorbaus zu entwickeln. Auf Grundlage dieses Prüf-, Zertifizierungs- und Gütesicherungssystems hat die FuP bis Dezember 2001 RAL-Zertifikate für Wertbehältnisse erteilt.

Auf Grundlage der Europäischen Normen für Produkte der Sicherheitsbranche hat die ESSA mit Wirkung ab Januar 2002 ihr Zertifizierungssystem neu – europäisch – ausgerichtet.

ECB•S (European Certification Boards•Security) ist die „Marke“ der European Security Systems Association (ESSA) e.V. als akkreditierte Zertifizierungsstelle nach EN 45 011 für Sicherheitsprodukte.

Die ECB•S-Zertifizierung der ESSA basiert ausschließlich auf den Anfor­­derungen der europäischen Normung und ist international anerkannt.

Die ECB•S-Zertifizierung garantiert dem Kunden, dass die Sicherheitsmerkmale nach den europäischen Normen eingehalten sind. Die kontinuierliche Qualitäts-Fremdkontrolle der Serienfertigung bei den Zertifikatsinhabern gewährleistet ein hohes Qualitätsniveau der ECB•S-zertifizierten Produkte – zum Vorteil für den Kunden.«

Die ECB•S Plakette gibt höchste Sicherheit für schützenswerte Güter, da jedes Produkt einzeln registriert wird und jederzeit einer produktionstechnisch unangemeldeten Güteüberwachung unterliegen kann.

Für die Versicherungswirtschaft ist die Zertifizierung eine verlässliche und objektive Grundlage für die Risikokalkulation und der damit verbundenen sicherheitstechnischen Einstufung.

Norm EN 1047 Teil 2

Weil IT-Systeme besonders empfindlich auf hohe Temperaturen und Wasser reagieren, gibt die Europäische Norm für den Betrieb von Datensicherungs- und IT-Räumen maximale Werte vor:

  • maximale Temperaturerhöhung um 50°C (K)
  • maximale Luftfeuchtigkeit 85%.

Hier der Vergleich des deutschen Baurechts und der Europäischen Norm für IT-Räume:

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PRIORIT wünscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest
und einen guten Start ins neue Jahr 2018