Brandschutz im Bestand

Bauen im Bestand – Brandschutztechnische Sanierung

Die Betreuung von Bestandsimmobilien ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung für die Beteiligten. Dabei spielen brandschutztechnische Fragen oft eine zentrale Rolle. Praktisch jede Veränderung an einem bestehenden Gebäude hat Auswirkungen auf den Brandschutz.

Bei Bestandsgebäuden ist das bestehende Schutzniveau aufgrund geänderter Anforderungen oft nicht mehr ausreichend. Sehr häufig ergeben sich aus einer Nutzungsänderung geänderte Anforderungen wie neue Brandabschnitte oder Fluchtwege.

Sanierungen sind oft mit erheblichen Eingriffen in die Bausubstanz verbunden.

Der Gebäudebestand ist häufig zu einem großen Teil nach bereits nicht mehr gültigen baurechtlichen Vorgaben ausgeführt. Wände und Decken bestehen oft aus unbekannten oder historischen Baustoffen, die mit den Anforderungen an Bauprodukte und Bauteile aus dem aktuellen Baurecht kollidieren. Die technische Gebäudeausrüstung entspricht meist nicht mehr dem Stand der Technik sondern dem zum Zeitpunkt der Errichtung üblichen Standard.

Individuelle Lösungen sind für PRIORIT Standard

Häufig finden Planer und Architekten nicht die richtigen Produkte und Lösungsmöglichkeiten, um Schutzziel, Design und Funktionalität zusammenzubringen. Im Unterschied zu Planungen bei Neubauten ist in vielen Projekten die brandschutztechnische Ertüchtigung von Bestandsobjekten und historisch bedeutsamen Gebäuden schwierig. Bestehende Versorgungseinrichtungen, neue Verteiler und neue Konzepte des Personenschutzes auf Flucht- und Rettungswegen erfordern fast immer individuelle bzw. Sonderlösungen.

Was für andere Anbieter aufwendige Sonderkonstruktionen darstellt ist für PRIORIT nichts Ungewöhnliches.

Brandschutztechnische Abtrennungen angepasst an bauliche Gegebenheiten, Zuschnitt von Elementen vor Ort, knifflige Ecklösungen, unterschiedlichste Größen, industriell vorgefertigte Bauteile und das in Kombination mit vielfältigen Farbgestaltungsmöglichkeiten – was für andere Lösungsanbieter eine Besonderheit darstellt ist für PRIORIT eine Selbstverständlichkeit.

Das Individuelle ist bei PRIORIT der Standard.

Vorher/Nachher Beispiel

Projektbeispiele

Ein Brand war Anlass für eine umfassende Modernisierung. Unter anderem wurden Haustechnik und Installationen erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Dazu gehörte auch eine Abtrennung der Elektroinstallationen auf allen Etagen des Treppenhauses.
Mit dem Wandsystem PRIOWALL wurden die geschossübergreifenden Installationsschächte gegenüber dem Rettungsweg feuerwiderstandsfähig und rauchdicht abgeschottet. Die integrierten großformatigen Revisionsöffnungsverschlüsse bieten eine optimale Zugänglichkeit sowohl für Revisionsarbeiten als auch zur Nachbelegung der Schächte.


Aus dieser Bestandsaufnahme resultierte die Anforderung, neue Verkleidungen einzubringen, die individuell geplant werden können, optisch ansprechend sind und gleichzeitig die Brandschutzanforderungen umfassend erfüllen. Darüber hinaus sollte die Montage mit möglichst geringer Beeinträchtigung des täglichen Ablaufs erfolgen.
Das System 42 ist ein modulares Wand- und Raumbausystem mit einer sehr geringen Wandstärke von nur 42 mm, das eine Feuerwiderstandsfähigkeit von 90 Minuten ermöglicht. Die einlagigen Wand-,
Decken-, Tür-, und Revisionselemente sind untereinander flexibel kombinierbar. Dadurch können nahezu alle Bauformen und Bauarten realisiert werden.


Errichtung einer feuerwiderstandsfähigen Abtrennung zwischen Treppenhaus und Wohnungsfluren. Bei dieser Lösung wurden drei Bauteile des Brandschutzbaukastensystems 42 kombiniert: Wandbauelemente PRIOWALL, Entrauchungsklappe PRIODOOR ETX-RDA und Feuerschutzabschluss PRIODOOR FSA.
Gleichzeitig wurde ein Entrauchungsschacht mit Entrauchungsklappen angelegt.

In dem Fall der Firma Sortimo befanden sich auf jeder Ebenen eines mehrgeschossigen Gebäudes kleine Lagerräume, Elektroverteiler oder Zugänge zu Installationsschächte ohne brandschutztechnische Klassifizierung. Im Bestand waren diese Bereiche mit einer Holzverkleidung, welche eine zusätzliche Brandlast darstellte, zu dem notwendigen Treppenraum hin abgetrennt. Dies entsprach weder den Anforderungen des aktuellen Baurechts noch der gültigen Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR) hinsichtlich Feuerwiderstandsfähigkeit und Nichtbrennbarkeit der Baustoffe.

Aufgrund von baulichen Änderungen und einerNutzungsänderung sollten Bereiche eines umlaufenden Flurs baurechtlich als notwendiger Flur und somit als Rettungsweg dienen. Bisher war dieser Flur für eine Nutzung als Rettungsweg nicht geeignet, da sich im Deckenbereich und hinter Wandverkleidungen aus Metall unterschiedliche Brandlasten und Brandentstehungsgefahren befanden.
Hinter den Wandverkleidungen waren Elektroverteiler, Lagerbereiche sowie Kabel und Lüftungs- und Rohrleitungen vorhanden. Eine gewachsene Struktur, die sich nicht einfach reduzieren ließ.
Diese Installationen und Lagerbereiche galt es, auf Basis der heutigen technischen Anforderungen, regelkonform abzutrennen.


Download

Broschüre „Brandschutz im Bestand“

PDF | Stand: 06/2023 | ca. 7,50 MB

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