Die Welt schaut nach Burghausen

Forschung, Brandschutz und Design

Als Traditionsunternehmen der deutschen Chemieindustrie legt die Wacker Chemie AG in Burghausen großen Wert auf Sicherheit und Effizienz: Brandschutz, Arbeitsschutz und Umweltschutz sind ausschlaggebende Größen, wenn es um Investitionsentscheidungen und Produktion geht. Das vorgestellte Projekt beschreibt die Erweiterung eines bestehenden Forschungsgebäudes zu einem Forschungskomplex mit PRIORIT Brandschutzwänden und -türen.

Der neue Forschungskomplex

Die bisherigen Gebäude müssen in Funktion, Sicherheitstechnik, Brandschutz und Design dem heutigen Stand der Technik angepasst werden. Denn Neu und Alt sollen zu einer Einheit verschmolzen werden und den neuen Forschungskomplex bilden. 35 Meter lange Gebäude über sechs Etagen Höhe geben Raum für Labore über Labore über Labore. Das ist der Bestand. Die Steuerung aller Labormedien von Elektrik bis Gas und Wasser erfolgt jeweils am Laboreingang. Das ist sicher und praktisch, weil so alle Mitarbeiter kritische Labor- und Forschungssituationen steuern können, ohne potenzielle Gefahrenbereiche betreten zu müssen.

Brandschutz und Arbeitsschutz

Das System der Flucht- und Rettungswege ist das Kernstück jedes Brandschutzkonzeptes und bildet das Skelett für jede Gebäudenutzung. Aus Sicherheitsgründen dürfen in ihnen keine brennbaren und leicht entzündlichen Medien gelagert, geführt oder verteilt werden. Darauf ist PRIORIT spezialisiert und bietet Lösungen für Arbeitsstätten und Laborgebäude.

Die Rechtsgebiete des Brand- und Arbeitsschutzes stellen jeweils für sich sicher, dass Mitarbeiter und Gebäudenutzer ihren Aufgaben nachkommen können, ohne in Gefahr zu geraten. Beide Regelwerke beugen ungeplanten, kritischen Grenzsituationen vor. Denn jederzeit muss das Gebäude bei sachgemäßer Nutzung den Menschen Sicherheit geben. Jederzeit bedeutet auch im Brandfall. Denn Brände und Unfälle gehören zu vorstellbaren Risiken, mit denen gerechnet werden muss.

Sicherheitssysteme

Die Lösung der Belange des Brand- und Arbeitsschutzes besteht in der Abschottung der brandgefährlichen Medien. Flucht- und Rettungswege bleiben sicher, wenn die Abschottung wie in diesem Fall mit dem System PRIODOOR erfolgt. Das Brandschutzsystem stellt sicher, dass für 30 Minuten keine Brandausbreitung stattfindet. Auch im Fall des Brandes der Steuergeräte und der Medienversorgung würden die 35 Meter langen Flucht- und Rettungswege frei von Feuer bleiben. Doch nicht nur das: Auch lebensgefährliche Brandgase haben keine Chance in die Flucht- und Rettungswege einzudringen. Ein mehrstufiges Dichtungs-system aus elastischen Dichtungen und aufschäumenden Dichtungen sorgt im Brandfall dafür, dass kalter Rauch hinter der Abschottung bleibt und ebenso heißer Rauch vom Brandherd.

Brandschutzsystem PRIODOOR

Der Brandschutzexperte PRIORIT bündelt sein Know-how in seinem Brandschutzsystem 42 mm, das Decken, Wände, Türen und Revisionsverschlüsse umfasst. In nahezu beliebiger Anordnung können die Bauteile miteinander kombiniert werden, um brandschutztechnisch Bereiche mit Brandlasten abzuschotten.

Die Bauteile bestehen aus dem nichtbrennbaren Verbundbaustoff mit A2 Klassifizierung: PRIODEK H hat eine pflegeleichte Oberfläche mit frei wählbaren Farb- und Dekorstrukturen. Das macht den Einsatz in allen Laborbereichen möglich. Das Material empfiehlt sich wegen seiner außergewöhnlichen Härte und Robustheit für den Einsatz in stark frequentierten Bereichen von Flucht- und Rettungswegen. Die Bauplanung des Brandschutzsystems erfolgt projektbezogen. Die Bauteile kommen fertig konfektioniert auf die Baustelle und die Verbauung erfolgt weitgehend frei von Baudreck und Staub. Daher können Ausbauten und Umbauten im laufenden Betrieb vorgenommen werden.

Brandschutzprojekt bei WACKER

Vor der Erweiterung waren die 35 Meter langen Flure mit Schränken ausgebaut, die alles Notwendige aufnahmen, was in den Laboren keinen Platz fand: Geräte, Geschirr und Werkzeug, Archive, Ablagen und Garderoben. Die Flucht- und Rettungswege sollten nun vollständig von allen Brandlasten befreit werden.
Die Abschottungen mit Verteilern für Gas, Elektro und Flüssigkeiten sind heute neben allen Laboreingängen zu finden: Die Integration in die Flucht- und Rettungswege stellte dank dem PRIORIT System 42 mm mit PRIOWALL und PRIODOOR kein Problem dar. Die Schächte und Verteiler sind mit Wandscheiben und Revisionsverschlüssen sauber abgeschottet. Der nichtbrennbare A2 Baustoff sorgt für nachhaltige Brandlastfreiheit im Rettungsweg und für robuste Oberflächen, die hier benötigt werden. Der Platz zwischen den Steigschächten und Laboreingängen konnte mit dem gleichen Material für Lagerflächen und Archive ausgebaut werden. Damit steht auch weiterhin ausreichend Platz zur Verfügung, ganz gleichgültig, wie brandfördernd das Lagermaterial ist. Die umfassende Neugestaltung der Flure mit dem PRIORIT System verbindet Brandschutz, Arbeitsschutz und Design in einzigartiger Weise miteinander.

Vorteile

Das in dem PRIORIT steckende Know-how macht es möglich, dass weder Mitarbeiter noch Gäste Unterschiede in den Flureinbauten erkennen. Wozu auch? Eine Beschriftung reicht aus. Profilzylinder, die in die Hausschließanlage des Unternehmens integrierbar sind, erlauben den sicheren Verschluss und ermöglichen allen berechtigen Personen Zugriffe in die für Sie vorgesehenen Bereiche.
Die außergewöhnliche Höhe der Einbautüren und der Revisionsverschlüsse vergrößert nicht nur die verfügbare Lagerfläche. Auch die Gebäudetechniker und das Facility Management profitieren von der nahezu schrankenlosen Zugänglichkeit der Steigschächte in Höhe und Breite. Dadurch wird das Nachbelegen mit Lüftungsleitungen, Rohren und Kabeln zur leichten Übung
– jederzeit und dauerhaft.
Die Aktualisierung der Brandschutzeinrichtungen erfolgte auf allen sechs Etagen. Damit hat der Labor-Bestandsbau die gleichen Qualitäten wie der neue Anbau. Helligkeit und Design sorgen dafür, dass nicht zwischen Alt- und Neubau unterschieden wird und dass heute wirklich von einem einheitlichen Forschungskomplex gesprochen werden kann.

Projektdaten
Projekt-Ort:Burghausen
Gebäude:Wacker Chemie AG; Industrie
Baujahr:2013
Lösung:PRIOWALL mit Revisionsverschlüssen
Material:Nichtbrennbare Platte mit Oberflächenbeschichtung, Klassifizierung A2 – s1, d0
Feuerwiderstandsfähigkeit:30 Minuten / 90 Minuten
Schutzziel:Brandlastdämmung im Rettungsweg / Installationsschacht
Besonderheiten:Einheitliche Oberfläche für die Abschottung von TGA-Schächten, Energieversorgung, Archive und Lager.
Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

Wandsystem

PRIOWALL

Einlagiges, feuerwiderstandsfähiges Wandsystem mit verschiedenen Oberflächen zur Ausbildung von inneren Trennwänden für Raumabschlüsse, Brandabschnitten usw. Das Wandsystem PRIOWALL besteht aus 42 mm starken beschichteten nichtbrennbaren Wandpaneelen, die sich über verschiedene Verbindungstechniken einfach und sauber aufbauen, umbauen und erweitern lassen.
PRIOWALL ist Bestandteil des Brandschutzbaukastensystems
„System 42“ und ist geeignet für den Einbau von PRIORIT Systemkomponenten wie z.B. Feuerschutzabschlüsse, Revisionsöffnungsverschlüsse, Entrauchungsklappen, Brandschutzklappen sowie Schottungen oder Lüftungselementen.

Produktdetails im Überblick

  • Feuerwiderstandsfähigkeit 30/90 Minuten, feuerhemmend/feuerbeständig
  • EI 30, EI 90 Klassifizierung
  • Einlagige, hochstabile Fertigelemente
  • Aufbau in I-Form, L-Form und U-Form möglich
  • Projektbezogene Planung, Fertigung und Montage
  • Bauhöhe bis 4 m, unbegrenzte Baubreite
  • Einbau von unterschiedlichen Revisionsverschlüssen vom Typ PRIODOOR ETX

Download

Referenzbericht „Wacker Chemie, Burghausen“

PDF | Stand: 09/2014 | ca. 2,00 MB